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#QUKids: Baby an Board – Fliegen mit Kleinkind

written by Nora Moosbrugger 1. März 2016

Der nächste Sommer kommt bestimmt und bis dahin heisst es erst einmal: Urlaubsplanung! Viele organisieren bereits den nächsten Sommerurlaub und manchen ist dabei das Thema Flug mit Baby oder Kleinkind noch etwas unheimlich. Egal ob Sommerurlaub oder Wochenendtrip, wir haben die wichtigsten Punkte für das Fliegen mit Kind für euch zusammengefasst:

Fliegen ist bereits ab 8 Tagen möglich

  • Grundsätzlich „dürfen“ gesunde Babys ab dem 8 Lebenstag fliegen. Wichtig ist, dass ihr euch dazu bereit fühlt. Wenn ihr bezüglich gesundheitlicher Risiken unsicher seid, kann ein Gespräch mit eurem Kinderarzt helfen.
  • Kinder unter 2 Jahre reisen normalerweise auf dem Schoß der Eltern. Bis zu einem Alter von 7 Jahren besteht aber auch die Möglichkeit, dass die Kinder im eigenen Autositz Platz nehmen – sofern man dies möchte. Hierzu muss man allerdings einen eigenen Sitzplatz für das Kind buchen und auch nicht jeder Autositz eignet sich dafür. Lasst euch von der entsprechenden Fluggesellschaft bestätigen, dass ihr euren Sitz bzw. euer Modell mitnehmen dürft.
  • In vielen Flugzeugen und speziell bei Langstreckenflügen, können Kinder bis ca. 8 – oder 14 kg (variiert je nach Fluggesellschaft) das sogenannte Bassinet oder Babykorb nutzen. Diese Kinderbettchen gibt es nur sehr begrenzt und müssen rechtzeitig bei der Fluggesellschaft gebucht werden.
  • Aufgepasst: Bei vielen Fluggesellschaften kann pro erwachsene Person ein Kleinkind (unter zwei Jahren) befördert werden. Solltet ihr also zwei Schätzchens haben, müsst ihr euch vor dem Buchen erkundigen bei welcher Fluggesellschaft ihr überhaupt allein mit den Beiden fliegen könnt.
  • Übrigens: Hat euer Liebling während des Aufenthalts Geburtstag und ist also beim Rückflug über 2 Jahre alt, gilt für die Heimreise bereits der Kindertarif! (bei Buchung beachten)
  • Auch die Jüngsten brauchen schon einen eigenen Kinderreisepass. Seit 2012 ist eine Eintragung im Reisepass der Eltern nicht mehr möglich. Da die Ausstellung eines Passes in der Regel 3-4 Wochen dauern kann, sollte man diesen frühzeitig beantragen. Bitte beachten: Für die USA wird ein anderer Kinderreisepass benötigt!

Elternstress ist Kinderstress

  • Rechtzeitig einchecken und zum Gate gehen. Lieber am Gate etwas warten und dort mit den Kindern spielen, als mit Handgepäck und Kind am Arm durch den Flughafen hetzen.
  • Kleiner Tipp: Reisende mit Kleinkind werden an der Sicherheitskontrolle meist bevorzugt behandelt – speziell wenn ihr einen Kinderwagen oder Buggy dabei habt, da dieser auf Grund der Größe nicht auf jedes Förderband passt. Haltet an der Warteschlange der Sicherheitskontrolle die Augen auf – das Personal vor Ort wird euch bestenfalls entsprechend zuweisen.
  • Nicht erschrecken, aber an der Sicherheitskontrolle müsst ihr auch euer Baby kurz aus der Hand geben, da ihr selbst nur alleine durch das „Sicherheitstor“ watscheln dürft. Wenn euer Wonnepropen nicht gerade den Sicherheitsmann ankötzelt, läuft das in der Regel recht freundlich ab – aber auch bei „Spuckalarm“ habt ihr überwiegend die Lacher und Sympathien auf eurer Seite.
  • Normalerweise gibt es an der Sicherheitskontrolle keine Probleme mit Kindernahrung, soweit es klar ersichtlich ist, dass es sich um Flüssigkeiten für das Baby oder Kleinkind handelt. Ich musste mal von dem Wasser trinken, um zu zeigen, dass es keine giftige Chemikalie ist…. Das war aber auch schon mein persönlicher „Worst Case“.
  • Kinderwagen oder Buggy dürfen meistens direkt bis zum Einstieg am Flugzeug (länderspezifisch, auch für den Rückflug noch einmal im Reiseland nachfragen) mitgenommen werden. Das spart viel Schlepperei, speziell bei langen Wegen innerhalb des Flughafens. Am besten beim Check-in noch mal Bescheid sagen!

Viel Flüssigkeit trinken

  • Ganz wichtig: Druckausgleich bei Start und Landung und evtl. auch zwischendurch. Am besten den Kindern bei Start und Landung etwas zu trinken oder den Schnulli zum Nuckeln geben. Größere Kinder können vielleicht auch schon einen Kaugummi bekommen. Durch die trockene Luft in der Kabine sollten die Kinder während des Fluges sowieso ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. (Am besten stilles Wasser, es ist leicht verträglich und überall zu bekommen und ganz nebenbei: es macht keine Flecken und klebt nicht -auch ein großer Vorteil, wenn man unterwegs ist!)
  • Wenn Kinder bei Start oder Landung schlafen, muss man sie nicht zwingend wecken. Vielleicht verschlafen sie die ganze „Aufregung“ ja und wenn sie doch wach werden, kann man ihnen immer noch was zu trinken oder nuckeln geben. Oft weinen Kinder, weil man sie weckt und nicht unbedingt wegen Schmerzen in den Ohren.

Nicht aus der Ruhe bringen lassen

  • Mein ganz persönlicher Rat: Lasst euch bloss nicht durch andere Fluggäste irritieren! Kinder nörgeln und schreien nun auch mal. Bleibt ruhig, dann können sich auch eure Kinder schneller wieder beruhigen. Der Flug ist zeitlich begrenzt, irgendwann habt ihr es geschafft.
  • Wir haben versucht unsere längeren Flüge nach den Schlaf- bzw. Ruhezeiten unseres Jüngsten zu timen – das geht natürlich nicht immer. Aber wenn, dann hat das bislang immer recht gut geklappt. Stillen oder ein Fläschen zum Start und dann erstmal ein Nickerchen – so haben wir schon mal viel entspannte Flugzeit gewonnen.
  • Bewegung zwischendurch – wenn möglich einfach im Gang ein paar Mal auf und ablaufen, das bietet den Kindern etwas Abwechslung und tut auch euren Beinen gut.
  • Bei einem leichten Schnupfen helfen Nasentropfen oder Nasenspray. Bei einem stärkeren Infekt lieber noch mal überdenken, ob man den Kindern und sich selbst die Reise zumutet. Nicht nur, dass den Kindern der Druckausgleich mehr zu schaffen macht, kränkelnde Kinder sind egal wo und speziell in nicht gewohnter und stressiger Umgebung anstrengender als sonst. Am besten Rücksprache mit dem Kinderarzt halten!
  • Ausgewählte Lieblingsspielsachen und ausreichend Lesestoff hat man wahrscheinlich so oder so dabei. Das eine oder andere neue Buch oder Spielzeug ist als Joker im Notfall immer gut!
  • Vielleicht drückt man während der Reise auch mal bei der Nascherei ein Auge zu, aber übertreiben sollte man es auch nicht – Bauchweh, Blähungen oder zu viel Energie durch zu viel Zucker machen das Reisen nicht unbedingt leichter. 😉
  • Der Zwiebellook ist sehr praktisch für unterwegs. Durch die verschiedensten Klimaanlagen und Wege sind die Temperaturen immer unterschiedlich. Praktisch wenn man schnell mal was aus- oder anziehen kann. Eine Reservemontur sollte man ebenfalls dabei haben, falls bei diversen „Bestechungsversuchen“ mit Naschereien oder in der Hektik zwischendurch mal was daneben geht.
  • Medikamente, evtl. eine zusätzliche Ration der gewohnten Babykost und das Lieblingskuscheltier solltet ihr im Handgepäck haben – nur für den Fall, dass der Koffer verloren geht. So habt ihr die wichtigsten Dinge griffbereit.
  • Kinderwagen, Buggy und Kindersitz sowie ein Gepäckstück werden übrigens von fast allen Fluggesellschaften kostenlos befördert!

Na dann – guten Flug!

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