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#QUJob: Der Traum vom eigenen Laden

written by Queen Mom 20. Februar 2016

diesen haben sich Ilka Held und Katharina Kriatchko vor drei Jahren mit dem Fashion-Store 17&wir in der Friedrich-Ebert-Strasse 17 in Wuppertal erfüllt. Wir haben die Beiden im Laden besucht und einen kleinen Blick hinter die Kulissen geworfen:

DER START
Ilka Held hat vor ihrer Selbständigkeit bereits einige Jahre in einem Modeladen gearbeitet und von dort eine Menge Erfahrungen mitgebracht. Abläufe, Kontakte, dos and don´ts – wichtiges Wissen, dass es den Beiden erleichtert hat, einen Fuß in die Branche zu bekommen. Denn zu einem erfolgreichen Start gehören nicht nur das nötige Kapital, Räumlichkeiten und eine Gewerbeanmeldung: “Auf jeden Fall sollten Modeinteresse und Durchhaltevermögen da sein und unbedingt Geschäftssinn!”

TIPP VON 17&wir: “Holt Euch professionelle Beratung in Sachen Bank und Steuer in dieser Branche!”

DIE LABELSUCHE
Nicht jeder neue Laden kann alle seine Wunschlabels sofort in sein Sortiment aufnehmen: „Ist ein Label zu oft oder teilweise überhaupt schon in deiner Stadt vertreten, bekommst du die Platzierung eventuell gar nicht. Es gibt Firmen die wollen einfach einzigartig bleiben, was uns ja auch zu Gute kommt, wir wollen unsere Labels ja auch nicht noch fünfmal um die Ecke sehen, sondern individuell bleiben.“ (Katharina Kriatchko)

Es ist also ziemlich klar geregelt, wo und wie oft welcher Name zu finden ist. Zum einen prüfen die Agenturen wie häufig das Label schon in einer Region vertreten ist, zum anderen spielt auch die räumliche Nähe zwischen den Läden eine Rolle. So gut wie jedes Label wird übrigens über eine Agentur vertreten, wobei eine Agentur auch mehrere Labels unter Vertrag haben kann.

DER WARENEINKAUF
Zweimal im Jahr wird eingekauft. Anfang Februar zum Beispiel wird die Ware für den nächsten Winter bestellt. Innerhalb von drei Wochen müssen die Beiden ihre Auswahl und Order getroffen haben, solange hängen die Kollektionen in den jeweiligen Showrooms. Ilka und Kathi fahren dazu ins nahegelegene Düsseldorf, das mit Berlin und München einer der drei top Modestandorte in Deutschland ist. Dort stellen die Labels zu Messezeiten ihre Kollektionen vor. Bei der Auswahl sind sich die Beiden in der Regel recht schnell einig: “Wir gehen los, die eine fängt links an, die andere rechts, wir hängen unsere Teile raus und am Ende ist unsere Auswahl fast identisch.“ (Katharina Kriatchko)

„Wir sind schon unterschiedliche Typen, aber am Ende kommen wir immer auf den gleichen Nenner.“ (Ilka Held)

DIE INSPIRATION
Auf der Suche nach Trends lassen sich Ilka und Kathi von ihrem Umfeld inspirieren: „Wir gucken in Zeitschriften, im Internet.” Aber auch der Austausch und die Kommunikation sind für sie wichtig: “Viele hilfreiche Tipps haben wir von einem unserer Kontakte noch aus meiner Zeit in Dortmund mit auf den Weg bekommen, unserem “Schuhgott” :-). Er hat uns mit seiner Erfahrung viel weitergeholfen.“ (Ilka Held)

Vieles entdecken die modebewussten Frauen auch zufällig: “Zu CPD-Zeiten (früher die Modemesse in Düsseldorf Anm d. Red.) läuft man durch die verschiedensten Showrooms und stößt so auf das ein oder andere neue oder für einen noch unbekannte Label. Manchmal stolpert man ganz zufällig über neue Firmen.” Bei der Labelauswahl müssen Ilka und Kathi aber auch den Standort berücksichtigen: „Wir sind hier nicht in London oder Paris und auch nicht Köln oder Düsseldorf – in Wuppertal verkauft man kaum wegen eines Labels bzw. Namens.“
Viele Agenten kommen mittlerweile auch direkt im Laden vorbei oder melden sich per Mail um Labels vorzustellen oder zu sehen ob der Laden für eine Platzierung in Frage kommt. Auch so entstehen neue Kooperationen und Inspirationen. Ein Traum der Beiden für die nahe Zukunft ist es, später mal zum Einkaufen nach Mailand oder Paris zu fahren.

DAS WIRTSCHAFTLICHE
Ein Wareneinkauf in fünfstelliger Höhe muss bezahlt werden und zwar in der Regel bis zu 30 Tage nach der Bestellung. „und das sind Sachen, die man erst 6 Monate später anziehen also meist auch dann verkaufen kann, bezahlen musst du aber trotzdem! Das ist schon eine Aufgabe, aber dafür sind wir auch Geschäftsfrauen.“ (Ilka Held)
„Als Arbeitnehmer dauert ein Monat ewig bis zum nächsten Gehalt, aber als Selbständiger vergeht so ein Monat von 30 Tagen ruckzuck und du denkst dir: Scheiße, wir brauchen noch ne Woche, wir müssen noch was umsetzten.“ (Katharina Kriatchko) lacht

DAS VERKAUFEN
Die drei wichtigsten Eigenschaften?

“Modeinteresse, Einfühlungsvermögen, Kommunikativ :-)”

 

Über 17&wir:

Luxuriös aber nicht dekadent – seit März 2013 findet man im Luisenviertel in Wuppertal eine kleine Oase für Mode-Liebhaberinnen. 17&wir – das Modefachgeschäft für Frauen bietet eine tolle Auswahl international begehrter Kollektionen und stylischer Casaulwear. In entspannt freundlicher Atmosphäre findet man Labels wie AmericanVintage, IQ+Berlin, Mother, JBrand, OddMolly, 5preview, Billibi, Vic, Dondup, PhilippeModel, B.Belt, Guido Maria Kretschmer, Montgomery und viele mehr…

17&wir, Friedrich-Ebert- Strasse 17, 42103 Wuppertal
Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18.30 Uhr 
Sa ab 11 Uhr
http://www.facebook.com/17undwir

 

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